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Text(e) zu Kolja Senteur

Aus der Einladung zur Vernissage/Ausstellung:

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Kolja At the Movies

Der Künstler Kolja Senteur wird im Foyer des Kulturzentrums „BROTFABRIK“ ausgestellt. Hierfür hat er eine Auswahl seines Oeuvres mitgebracht und zeigt ab dem

14. August bis einschließlich 22. September

Bilder rund um das Thema Kino und B-Movies.

Der Kintopp hat es dem 45-jährigen Maler schon seit Jahren angetan und findet immer wieder den Weg in seine Malerei. Kolja Senteur traut sich in seinen meist großformatigen Werken auch an Randthemen aus der Welt der bewegten Bilder, wie Russ Meyer oder Comic-Verfilmungen. Aber Kolja Senteur thematisiert ebenso „deutsche Motive“ wie den „Tatort“ oder die „Edgar-Wallace-Filme“… Seine oft farbkräftigen Acryl- und Ölbilder zieren Szenen, Standbilder und Portraits von Filmikonen.

Kolja Senteur bedient sich aus dem Repertoire einer Ära vor den digitalen Bildern. Hier wird er fündig in alten Aushangfotos und Fanzines, oft Bilder mit Kultstatus!

Der Ursprung mancher Bildinhalte verweist auf eine Zeit des eher liberaleren Umtreibens. Eine Zeit in der alles, was künstlerisch möglich schien (und profitabel war), ebensolche Stilblüten hervorbrachte: Da scharten sich Kreative zusammen und drehten Kultfilme, obwohl sie das Handwerk nicht erlernt hatten, malten Kunstwerke ohne akademische Grade. Kung-Fu-Agenten trafen Punker wg. Zeitmaschine…

Alles retro? Ja auch. Aber eben weil Kolja hier zu Hause ist.

Kolja Senteur kombiniert ikonische Posen mit überspitzten Farben, Formaten oder Randkommentaren. Er collagiert mit Versatzstücken wie Sprechblasen und Aufklebern. Beinahe ohne Ausnahme steht die Figur im Mittelpunkt des Geschehens. Mal posierend und selbstbewusst, mal ein Opfer der Bild-Inszenierung. In zeitgenössischer Art stilisiert Kolja Senteur seine Motive und Charaktere in Momentaufnahmen und lädt den Betrachter ein, diese Künstlichkeit als Kunst zu betrachten. Wenn man seine Arbeiten kategorisieren müsste, dann käme der Oberbegriff „Pop-Art“ der Sache wohl am nächsten. Eben jene Stilrichtung, die sogar den Comic als Kunst begriff und deren stilistische Prägung sich in Senteurs Arbeiten wiederfindet.

Der langjähriger Fan der Brotfabrik Senteur mag PulpArt. Und Pop. Und Trash. Comics, Filme, Ikonen… all dies findet sich in seiner Kunst wieder. Und kann im Foyer der Brotfabrik betrachtet werden . . .

Kurzvita

Kolja Senteur wurde 1975 in Bad Neuenahr-Ahrweiler geboren. Nach dem Realschulabschluß besuchte er die Fachschule für Gebrauchsgrafik in Rheinbach. Er studierte im Anschluss erfolgreich den Studiengang Design an der Werkschule in Köln.

Kolja Senteur malt und zeichnet seit frühen Kindertagen. Von seiner Mutter Roos Schäfer-Senteur erlernte er die grundlegenden Techniken der gestaltenden Kunst. Autodidaktisch erweiterte er seine künstlerische Themengebiete.

Kolja Senteur leitete 10 Jahre die Künstlergruppe Collage und ist Mitglied im Künstlerbund Are-Gilde. 2013 gewann er den Lapidea-Kunstpreis, Rheinland-Pfalz. Er war darüber hinaus in verschiedenen Jurys tätig.

Kolja Senteur ist als Künstler selbstständig, arbeitet als Illustrator für Belletristik und Fernsehen.

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