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Aktuelle Ausstellung in der Kulturkneipe der Brotfabrik (KKB)

»Bilder einer -musikalischen- Konfrontation«

Eine Ausstellung der Galerie Foyer // Brotfabrik in der KulturKneipe Brotfabrik mit Fotografien von

Viola Bender

10.August bis zum 11. Oktober 2020

Text der Künstlerin:

Es ist ein kurioser Zustand, in dem man sich befindet, wenn man einen Song das erste Mal hört. Dieses gespannte Warten darauf, wie sich ein Song wohl entwickeln wird. Ob man bestimmte Muster vorhersagen kann oder doch überrascht wird. Hat der Song Ohrwurmpotenzial? Oder weiß man bereits innerhalb der ersten zwei Sekunden, dass er einem nicht gefallen wird? Entscheidet man sich dafür, sich fallen zu lassen? Sich zu trauen sich den ersten Assoziationen zu folgen, die aus dem noch schemenhaften Zustand hervorgelockt worden sind? Oder bleibt man distanziert und tendiert dazu, den Song bzw. die Aufnahme auf die konstituierenden Elemente hin zu analysieren? Wie verändert sich unsere Stimmung beim Musikhören? Treten für Außenstehende Emotionen sichtbar zu Tage?

Diese Ausstellung lädt primär dazu ein, das eigene Hörverhalten zu reflektieren. Wie hören wir einen Song zum 1. Mal und wie zum 10. Mal? Inwiefern hören wir „anders“, wenn wir Musik unsere volle Aufmerksamkeit widmen und wie, wenn wir sie bspw. beim Sport hören? Welchen Funktionen schreiben wir ihr zu?

Porträtieren ließen sich (trotz erschwerter Umstände in den letzten Monaten) sieben Personen – überwiegend aus dem persönlichen Freundeskreis – beim Hören einer Playlist mit ihnen vorher unbekannten Songs multipler Genres (von überwiegend lokaler Künstler*innen).

Vorgabe war: „Play“ drücken, um für einen kurzen, doch intensiven Ausflug in die verzweigten Gänge der unbekannten Musik zu gelangen. Doch Vorsicht: Es gab keinen Zeitpunkt die Möglichkeit, umzukehren oder die Reise abzubrechen. Jeder Song musste in Gänze gehört werden. Und: Es waren keine extra Algorithmen einer personalisierten Playlist. Skippen war keine Option. Gefragt war, sich in farbenfrohe, unvertraute Klangwelten einzulassen.

Kurzbio:

Viola Bender – geboren irgendwann in den 1990er Jahren in Bonn und ca. 20km südlich auf der sonnigen Rheinseite aufgewachsen. Neben der (primär) klassischen Musik, welche ihre Jugend geprägt hat, entdeckte sie ebenso zu dieser Zeit eine Leidenschaft für die Fotografie – u.a. mit den Fotografen Saul Leiter und Lee Miller als Vorbild. Thematisch noch nicht festgelegt, sind ihre fotografischen Kerninteressen die Theater- & Porträtfotografie sowie die Konkrete Fotografie. Generell treibt sie die Leidenschaft für die Schnittmengen der verschiedenen Künste um. Daher strebt sie häufiger (sowohl privat als auch im Studium) an, diese Bereiche kreativ miteinander zu vereinen. Zudem sie noch eine Antwort auf die Frage sucht, wie sich diese Thematiken in Form eines Berufes vereinen lassen. Sie fühlt sich in dem breit gefassten „Kulturbetrieb“ wohl und sammelte Erfahrungen hinter den Kulissen des Museums- und Konzertbereichs.

Bilder von der Vernissage

Viola Bender und Vanessa Basilio de Luca
Clara Clasen
Rüdiger Ruß / Galerie Foyer // Brotfabrik

In der Brotfabrik müssen die bekannten Corona-Regeln beachtet werden!

Website Viola Bender